USA – das Beste vom Westen

Eigentlich sind sieben Tage USA ein bisschen wenig, vor allem dann, wenn es in den Westen geht. Aber: besser als gar nichts. Auch wenn wir normalerweise nicht die Typen für Rundreisen sind, haben wir uns hier doch dazu entschlossen, um uns von diesem Teil der Vereinigten Staaten einen ersten Eindruck zu verschaffen. Vier Bundesstaaten werden wir in den nächsten sieben Tagen abklappern: Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona. Los geht´s in Los Angeles.

Willkommen in der Traumfabrik

Dort kommen wir nach einem 14-Stunden-Flug an. Nicht nonstop, sondern mit Zwischenlandung in New York. Trotzdem reichts erst mal mit dem Fliegen. Glücklicherweise ist es schon Abend, so können wir uns erst mal aufs Ohr hauen, denn gleich am nächsten Morgen geht es los. Wir fahren über den Sunset Boulevard, vorbei an den tollen Villen der Schönen, Reichen und Berühmten. Einen bekannten Star sehen wir allerdings nicht. Dafür die Finger- und Fußabdrücke selbiger vor dem Chinese Theater. Gleich daneben schlendern wir über den Walk of Fame, der Straße mit den vielen Sternen. Schauspieler, Sänger und andere Berühmtheiten – alle haben ihren eigenen Stern: William Shatner, Fred Astaire, Doris Day oder auch Jimi Hendrix. Und weil ein Besuch in L.A. ohne einen Besuch in Hollywood nicht geht, werden auch noch die berühmten Universal Studios sowie die Warner Brothers Studios besucht. Wir begegnen berühmten Filmsets von „Der weiße Hai“, „Psycho“, „Der Krieg der Welten“ und auch „Gilmore Girls“. Mit all diesen Erlebnissen fallen wir abends in Bett und träumen davon, auch ein Star zu sein.

Bienvenidos a México

Am nächsten Tag fahren wir die Küste entlang. Unser Ziel ist San Diego, kurz vor der Grenze zu Mexiko. Auf dem Weg dorthin machen wir an einer der bedeutendsten Mission in den USA Halt: San Juan Capistrano. 230 Jahre ist sie alt und abseits der pulsierenden Metropolen ein Ruhepol, an dem wir gerne innehalten. In San Diego besuchen wir Sea World und staunen über die berühmten Orcas. Eine Fahrt mit der Wasserachterbahn darf natürlich nicht fehlen. Am Abend steht dann ein Abstecher nach Tijuana an, der mexikanischen Grenzstadt, in der ich unbedingt einen Sombrero kaufen muss. Wie ich den dann allerdings heimbringen will, das weiß ich noch nicht.

Im Tal der Sonne

Unser drittes Ziel heißt Phoenix und das bedeutet, dass wir eine Fahrt von über 600 Kilometern vor uns haben. Heute geht es von Kalifornien nach Arizona, eine Strecke, die als eine der heißtesten des Landes gilt – aber naturtechnisch nicht zu verachten ist. Wir überqueren den Colorado, durchfahren die Yuma Wüste und sind begeistert von den mächtigen Gila Mountains. Angekommen in Phoenix besichtigen wir auf einer Stadtrundfahrt die Millionenmetropole mitten im Valley of the sun und schauen uns am Abend im Chase Field noch ein Baseballspiel der Arizona Diamondbacks an. Müde fallen wir ins Bett und freuen uns auf morgen, denn dann steht wieder viel Natur auf dem Programm.

Western von gestern

Zuerst durchqueren wir die Sonora Wüste und kommen schon wenig später zu Montezumas Castle, einer Felsenbehausung der Indianer aus dem 12. Jahrhundert – imposant! In Sedona machen wir Mittag. Hier kommen wir uns vor wie in einem Western – und das aus gutem Grund, denn in diesem Ort hatte schon John Wayne berühmte Westernfilme gedreht. Auf dem Weg nach Flagstaff, unseren heutigen Ziel, machen wir noch Halt am Barringer Krater, der sich mitten in der Wüste befindet und einst durch einen Meteoreinschlag entstand.

Grand Canyon und Las Vegas: Natur³ meets Glücksspiel

Wenn man überhaupt von einem Höhepunkt unserer Rundreise sprechen kann, dann findet diese wohl heute statt. Wir besuchen ein Weltwunder der Natur, den Grand Canyon. Aber: Wir schauen uns die Schlucht mit den unterschiedlichen Gesteinsschichten nicht etwa von irgendwelchen Aussichtsplattformen an, auch laufen wir nicht einfach nur hinein, wir fliegen mit einem Hubschrauber direkt hinein. Was für ein Erlebnis! Es ist nicht zu beschreiben, man muss es einfach erlebt haben. Eigentlich sollte man sich den Sonnenuntergang hier ansehen, da der Canyon dann in die fantastischsten Rottöne getaucht wird, da wir aber noch ein Stück Fahrt vor uns haben, wird daraus leider nichts. Weiter geht es nach Las Vegas, der Glücksspielstadt schlechthin. Wie viel Dollar wir am Abend verlieren, weiß ich nicht mehr, wie viel wir gewonnen haben, kann ich ganz genau sagen: 8 Dollar!

Death Valley: Grüße vom Mond

Am Morgen verlassen wir Las Vegas, das bei Tag nicht annähernd die Faszination hat, wie bei Nacht, wenn alles bunt und hell erleuchtet ist. Viel Natur wartet heute wieder auf uns – und eine lange Fahrt. Zuerst führt uns unser Weg nach Rhyolite, einer ehemaligen Goldgräberstadt, die seit 1919 eine Geisterstadt ist. Schon faszinierend, hier mal mittendrin zu stehen. Gut, dass unser Bus eine Klimaanlage hat, denn auf unserer Fahrt durch eine der unwirklichsten Gegenden, die ich je gesehen habe, dem Death Valley, wird es draußen mit über 50 Grad unerträglich heiß. Zwar ist diese Gegend trotz ihrer Ödnis atemberaubend schön, dennoch bin ich froh, als wir wieder in gemäßigteren Gebieten sind. Über den Tioga Pass geht es direkt in den Yosemity National Park, wo wir in einer Cabin mitten im Wald übernachten.

Frisco – was für eine Stadt

Der Nationalpark offenbart uns eine herrliche Natur, man kann sich gar nicht vorstellen, dass unter uns ein Supervulkan schlummert, der irgendwann einmal alles vernichten wird. Leider viel zu schnell haben wir den Park hinter uns gelassen und können uns leider nicht mehr länger irgendwo aufhalten, denn wir fahren unserem letzten Ziel, San Francisco entgegen. Am frühen Nachmittag kommen wir dort an und haben noch genügend Zeit, um die Sehenswürdigkeiten wie Fisherman´s Wharf, Golden Gate Bridge, Lombard Street und Transamerica Pyramid zu besichtigen. Für Alcatraz haben wir leider keine Zeit mehr, aber eine Fahrt mit dem berühmten Cable Car muss sein! Am Abend besteigen wir dann das Flugzeug, das uns wieder nach Hause bringt. Im Gepäck zahlreiche Eindrücke, die es erst noch zu verarbeiten gilt – und mein Sombrero, den ich tatsächlich heil nach Hause bringe.

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One Response
  1. Ariane says:

    So einen Urlaub würde ich auch gerne miterleben. Das wäre ein absoluter Traum. Unglaublich, was man dort alles sehen und erleben kann.

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