London – mehr als Tower und Big Ben

Für die einen ist London eine Millionenmetropole wie viele andere auch, für mich ist sie die Stadt, die mich am meisten fasziniert. Dabei bin ich eigentlich der Typ, der es lieber klein, beschaulich und nicht allzu hektisch mag. Doch bei London mach ich eine Ausnahme. Auch ich habe mich schon oft gefragt, warum das so ist. Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht! Vielleicht ist es die interessante Geschichte der Stadt, vielleicht der Wechsel zwischen alten viktorianischen Häusern und den neuen Wolkenkratzern, vielleicht aber auch nur der Charme, den diese Stadt auf mich ausübt. Müsig, darüber nachzudenken, sie ist einfach perfekt.

Das übliche London

Klar, wer zum ersten Mal in London ist, den zieht es zu den Hauptattraktionen: Buckingham Palace, Big Ben, Houses of Parliaments, Tower, Tower Bridge, Westminster Abbey, St. Pauls Cathedral, London Eye, Piccadilly Circus, Trafalgar Square und noch so einige andere mehr. Das ist legitim, so beginnt man London kennenzulernen. Bei mir war das nicht anders. Doch schon beim zweiten Mal müssen es diese Sehenswürdigkeiten dann nicht mehr sein, auch wenn es einen sicherlich noch einmal an den einen oder anderen Ort hinzieht.

Die Frage, was man sich denn sonst noch in London anschauen könnte, kann so einfach nicht beantwortet werden. Nicht etwa, weil einem nichts mehr einfallen würde, sondern weil es schwer wird, sich aus dem reichhaltigen Angebot die interessantesten Dinge auszusuchen. Da dies also nicht so einfach ist, möchte ich Ihnen hier ein paar Tipps von meinen persönlichen Highlights präsentieren. Vielleicht ist das eine oder andere für Sie dabei.

Mittendrin und drumherum

Tower Bridge: Jeder kennt die berühmteste Brücke der Welt, Londonbesucher haben sie von außen natürlich gesehen. Aber von innen kennen sie viele nicht. Zweimal war ich schon in der Tower Bridge Exhibition und ich würde noch einmal hineingehen, denn sie offenbart nicht nur die alte Hebetechnik, sondern auch die interessante Baugeschichte der Brücke.

Camden Town: Dorthin zieht es mich bei jedem Besuch in London. Ob der Camden Lock Market, der Camden Stables Market oder Camden Lock Village, hier reiht sich Geschäft an Geschäft, Boutique an Boutique und Imbiss an Imbiss. Hier gibt es einfach alles und das in einer unbeschreiblichen Atmosphäre.

Geffrye Museum: Ich bin eigentlich nicht der Museumsgänger und schon gar nicht dann, wenn das Thema „Inneneinrichtungen“ heißt. Doch hier wurde ich eines Besseren belehrt. Das Geffrye Museum zeigt in vielen aufwändig hergerichteten Räumen, wie die Londoner früher lebten. Wirklich sehenswert! Apropos Museen: Ebenfalls empfehlen kann ich das Transportmuseum und das Museum of London. Verzichten kann ich dagegen auf das Florence Nightingale Museum, auf das Science Museum und auch das British Museum (selbst wenn es als Hauptattraktion gilt – vielleicht gerade deshalb) hat mich nicht überzeugt.

London auf Deutsch: Stadtführungen und Stadttouren gibt es in London unzählig viele. Die meisten davon bringen einen zu den Hauptattraktionen, einige davon zeigen einem die Stadt aber auch so, wie man sie vielleicht noch nicht kennt. Bei meiner Suche nach außergewöhnlichen Stadtführungen bin ich auf Viona Walsh gestoßen, die ihre Touren auch auf Deutsch anbietet – was mir natürlich entgegen kam. Das war jedoch nicht der Hauptgrund, sondern die interessanten Touren, die sie in einer privaten Führung anbietet. Dort warten so spannende Touren wie „Spooky London„, „Jack the Rippers East End“ oder auch „Soho/Covent Garden„. Man lernt hier Orte kennen und erfährt Geschichten, die man bei einem normalen Urlaub so niemals sehen bzw. hören würde. Sehr empfehlenswert!

Auch bei meinem nächsten London-Trip werde ich mit Sicherheit wieder Ecken kennenlernen, die ich noch nicht kannte. Ich bin gespannt!

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