Dresden – das Elbflorenz mitten in Sachsen

Kein Wunder, wenn Menschen beim Gedanken an Dresden zuerst an August den Starken denken. Seine Sucht nach Prunk und Glamour war es, die in Dresden einzigartige Gebäude entstehen lassen hat und wundervolle Schätze in den kurfürstlichen Schatztruhen sammelte. Rund um den Theaterplatz und entlang des Terrassenufers finden sich unzählige Sehenswürdigkeiten. Beim Anblick von Semperoper, Zwinger, Grünem Gewölbe, Taschenbergpalais und anderen barocken Schönheiten kann der eine oder andere Dresden-Besucher schon mal vom sprichwörtlichen Kulturschock überrumpelt werden. Das ist natürlich nicht allein der Verdienst August des Starken, aber er hat schon eine Menge dazu beigetragen. Beim Thema Barock kann wohl kaum eine andere Stadt Dresden das Wasser reichen.

Den Namen Elbflorenz erhielt Dresden am Anfang des 19. Jahrhunderts. Diesen Spitznamen erhielt das in grüne Elbauen eingebettete Dresden als Würdigung der zahlreichen Kunstsammlungen und der einzigartigen Architektur, die sich hier befinden.

Rund um den Theaterplatz

Der Theaterplatz in Dresden ist Besuchermagnet Nummer Eins. Eingebettet in berühmte Bauwerke gilt er als der schönste Platz Europas. Wenn Sie auf dem Theaterplatz stehen, können Sie Ihren Blick über die Altstädter Wache, das Italienische Dörfchen, die Hofkirche, die Semperoper, den Zwinger und das Residenzschloss schweifen lassen. Mitten auf dem Theaterplatz thront das Reiterstandbild König Johannes, der den sächsischen Thron als Gelehrter bestieg. Vorher hatte er bereits Übersetzungen von Dantes herausgegeben. Vieles, was Dresden-Besucher heute hier besichtigen können, ist den Luftangriffen vom 13. zum 15.Februar 1945 zum Opfer gefallen und wurde später fast originalgetreu wieder rekonstruiert.

Ein Bummel durch den Großen Garten

Ab und zu lassen Dresden-Besucher sich gern vom Grün in Dresden verführen. Ein Bummel durch den Großen Garten ist ein unbedingtes Muss. Seinen barocken Ursprung sieht man dem Park noch an, auch wenn vieles sich im Laufe der Geschichte verändert hat. Ganze 1,8 Quadratkilometer umfasst der Große Garten heute. In seiner Mitte steht eines der bedeutendsten Bauwerke, ein Palais, das nach einem Entwurf von Johann Georg Strackes gefertigt wurde. Sehenswert ist der Garten zu jeder Jahreszeit. Beim Anblick der einzigartigen Flora und Fauna werden viele Besucher gar nicht glauben wollen, dass auch der Große Garten nach den Bombennächten gänzlich verwüstet war. Heute lockt er Besucher mit Parkeisenbahn, Zoologischen Garten, Carolasee und Neuteich, dem Mosaikbrunnen und den botanischen Garten.

Dresdner Szeneviertel Neustadt lädt ein

Wer es im Urlaub etwas hipper wünscht, sollte bloß nicht die Dresdner Neustadt verpassen. Das schrille Szeneviertel bietet exklusive und extravagante Läden, zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants und abgedrehte Kneipen. Berühmt geworden ist das Viertel durch das jährlich stattfindende Straßenfest „Bunte Republik Neustadt“. Auf Kunst und Kultur müssen Besucher auch hier nicht verzichten. Auf gar keinen Fall sollten Besucher die Pfunds Molkerei verpassen. Die Pfunds Molkerei ist der schönste Milchladen der Welt und steht sogar im Guinnessbuch der Rekorde. Der knapp 250 Quadratmeter große Laden bietet nicht nur leckere Milchprodukte, sondern ist auch mit handbemalten Fliesen ausgestattet. Die Äußere Neustadt gehört heute auch zu den deutschlandweit bedeutendsten und größten Stadtteilen mit einer abgeschlossenen Bebauung aus der Gründerzeit. Übrigens gibt es in der Äußeren Neustadt keine Sperrstunde. Sehr zur Freude der zahlreichen Nachtschwärmer.

Die Innere Neustadt liegt genau gegenüber der Altstadt, am anderen Elbufer. Von hier können Touristen den bekannten Canaletto Blick genießen. Die Schönheit der Altstadt präsentiert sich von hier in einem atemberaubenden Anblick. Hier steht auch der berühmte Goldene Reiter, das Reiterstandbild August des Starken.

Erkunden können Dresden-Besucher die Stadt auf viele Arten. Die Bequemste ist eine Stadtrundfahrt mit dem Roten Doppeldecker. Mit dem Bus geht es quer durch die Stadt zu den schönsten Orten Dresdens. Wer Dresden vom den Elbe aus betrachten möchte, sollte sich eine Schifffahrt auf einem traditionellen Schaufelraddampfer machen.

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2 Responses
  1. Markus says:

    Sehr gut geschriebener Ausführlicher Artikel. Danke sehr! 🙂

  2. Andreas says:

    Schöner Artikel. Das mit dem Roten Doppeldecker habe ich immer noch nicht geschafft. Steht auf der Liste der Guten Vorsätze für 2017 🙂

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